Meine Malerei
Ich möchte meiner Malerei eine eigenen Seite auf meiner Homepage widmen.
Warum?
Ursprünglich wollte ich mal Kunst studieren, habe mich aber dann für die soziale Arbeit entscheiden, was ich nicht als Fehlentscheidung betrachte.
In den 80- ger Jahren habe ich viel gemalt, Aquarelle und kleine Kunstkästen gebastelt und sie auch mit meinem damaligen Mann gemeinsam ausgestellt. Nun, er war der Künstler, ich die , die sich ausprobiert hat. Dann kamen die Kinder, da ging nichts mit Malen. Ich entdeckte die Fotografie für mich, da es eine „schnellere Form“ der Kunst ist, die man ohne großen Räumlichen Aufwand betreiben konnte. Ich habe dann die Malerei nicht mehr aufgenommen, aus vielerlei Gründen, die ich jetzt hier nicht weiter ausführen möchte.
Die Kinder wurden erwachsen, ich fand einen neuen Partner, ich zog um und es kam das Jahr 2019, Corona. Ich hatte einen Karpaltunnel – OP und der Arzt riet mir, Hand bewegen, trotz Gips. Okay. Ich hatte mir zuvor, weil ich in einigen Malkursen bei einer Künstlerin Appetit bekommen habe, ein Sketchbook der Brooklyn- Art - Libary in New York bestellt. Man sollte es gestalten, dann zurückschicken, dort wird es wahrscheinlich noch heute ausgestellt, gemeinsam mit 1000den Anderen. Das war die Zündung. Als das fertig war, ging das nahtlos über in die Gestaltung eines Buchs zu dem von meinem Mann komponierten Musical „ Souli & Cookie“.
Zudem fand sich im Keller eine sehr große unbemalte Leinwand, wo die Entscheidung getroffen werden musste: Sperrmüll oder was? Ich entschied mich für das „Oder was“ und fing an zu malen.
Als Thema schwebte mir das menschliche Herz vor und ich habe seither nicht mehr aufgehört zu malen. Zum dem „Herzthema“ gab es eine größere Ausstellung in der Sickter Teppengalerie. Daraus entwickelte sich dann die Idee, da ich Fundfedern, die ich immer überall aufheben muss, in die Bilder eingearbeitet habe auch direkt auf Federn zu malen. So entstanden meine Federbilder, auch Diese wurden schon mehrfach ausgestellt und sind quasi ein fortlaufendes Projekt, auf das ich immer mal wieder zurückkomme.
Dann fiel mir auf, es gibt soviel Verpackungsmaterial. Was könnte man daraus machen, zumal das Material für Kunst nicht günstig ist. Die Lagerung sehr großer Bilder sind ein weiteres, sehr schwieriges Problem.
Ich habe mich dann verkleinert, von großer Leinwand, auf alles was man gestalten kann. Ich nenne es „Recycling Art“ und finde es sehr beglückend und inspirierend.
Allein die Verpackung gibt ja schon eine Idee. Ich verwende alle möglichen Papiere, ich liebe schönes Papier!!! Ich verwandele die Verpackung mittels Decoupage und gestalte sie dann weiter. Ganz aktuell arbeite ich gern mit Papierkley, also ganz feinem Pappmachè und habe „Le Bambole Segrete“ (Die geheimen Puppen) beginnen, die alle aus recyceltem Material bestehen und jede hat ein geheimnisvolles Kästchen, in dem der Betrachter eine Überraschung entdecken kann. Nebenher entsteht nun eine Tierporträtreihe, ergänzend zu einer Selbstporträtreihe aus 2025, wo ich begonnen habe, neben Acrylfarbe mit Ölfarbe zu malen.
So entstehen meine Geschichten im Kopf, als Kunst und es macht mich innerlich sehr glücklich.
Natürlich bleiben Selbstwertzweifel und die große Frage: Soll man das eigentlich weiterhin tun? Ist das sinnvoll? Wer will das sehen?
Diese Fragen und Zweifel werden wahrscheinlich alle kreativen Person kennen, stimmts?.
Angefeuert durch die Dauerbeschallung in Sozialen Medien, wo der permanente Content erwartet und gefeiert wird.
Ich will das nicht. Ich will meine kostbare Zeit die ich habe nutzen, mich mit meinen Dingen zu befassen, Kunst zu machen, dem Ausdruck zu verleihen was ich nicht wirklich in Worte fassen kann, aber was raus will aus mir.
Ich habe keine Kunst studiert, da wird einem oft suggeriert: Dann ist es keine Kunst.
Also lass es lieber gleich?
Ich möchte nur das, was ich in meinen Kopfspaziergängen sehe und fühle, irgendwie ausdrücken. Mir ist es ehrlich gesagt völlig wurscht, was grade aktuell als große Kunst gilt.
Aber ich fühle in mir, da will was raus und so lasse ich meine Fantasie spielen, gemeinsam mit meinem inneren Kind.
Meine Bilder mögen naiv sein, zu realistisch, egal. Es sind eben meine inneren Bilder. Ich teile sie gerne und ich weiß sie gefallen sogar auch einigen Menschen. Ich zaubere Ihnen manchmal ein Lächeln ins Gesicht. Da gibt es Menschen die meine Geschichten teilen mögen, wie schön. Das ist das Schönste, wenn sie auch andere berühren können.
Ich werde nicht damit die Welt bewegen, aber vielleicht Jemanden genauso gute Gefühle bringen können beim Anschauen, wie mir selber.
Das ist übrigens auch ein Grund weshalb ich sowas wie Challenges hasse. Wer malt am besten, wer wird nicht ausjuriert. Nein danke. Ich hasse dieses Vergleichsdenken: Schöner, größer, besser. Darum geht es überhaupt nicht. Ich bin auch keine Verkäuferin, die sich selbst überall vermarkten muss.
Dann zeige ich sie eben nur bei mir in der ARTmen Galerie.
Das ist "Jungseelendenken", dem ich mich nicht mehr anschließen möchte. Aus dem Alter bin ich raus. Es hat auch was Gutes, wenn man erst mit Mitte 50 anfängt. Und jetzt mit über 60 brauche ich mich nicht mehr ständig vergleichen, um mich selber gut zu finden. Ich habe dafür keine Zeit mehr. Ich habe spät begonnen, daher möchte ich einfach ich sein, solange es geht. Das Leben ist endlich und zu kurz um sich mit sowas aufzuhalten.
Hier auf der Seite möchte ich eine Auswahl zeigen, die immer mal ergänzt werden wird. Es ist keine Konkurrenz zur Fotografie, die ich weiterhin liebe und schätze und unfassbar gerne mache.
Es sind für mich Geschwister, Fotografie und Malerei, die beide in meinem Herzen wohnen und sich gut vertragen.
Ich freue mich über das Interesse und wünsche viel Spaß beim schauen. Herzlichst A. Soul
(Außer auf der Homepage findet Ihr dazu etwas bei Facebook unter Angelika Soluk oder auf Instagramm unter a-Soul-lichtbildnerin)
Hier das Album mit Beispielen. Ich werde fortlaufend ergänzen.
